Pilatestrainer aus Leidenschaft- Hans Lutz

Jan 13 '15

Pilatestrainer aus Leidenschaft- Hans Lutz

Bitte stelle Dich vor – Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Hans Lutz und ich bin 55 Jahre alt. Meinen Wohnort habe ich in Elsau, in der Nähe der Stadt Winterthur (Schweiz). Hauptberuflich bin ich im Auftragsmanagement einer Druckerei, im Verkaufsinnendienst tätig. In dieser Funktion bin ich so quasi die Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem Druckereibetrieb.

Im Gegensatz zur geistigen Arbeit im Hauptberuf setze ich mich gerne als Ausgleich in meiner Freizeit mit Fragen zur Gesundheitsprävention auseinander. Im eigenen Männerturnverein habe ich als leitende Person eine Plattform geschaffen, in welcher ich meine abwechslungsreichen Bewegungsideen, in sportlicher Hinsicht in die Praxis umsetzen kann.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Dir aus?

Bereits frühmorgens vor 06.30 Uhr sitze ich an meinem Arbeitsplatz im Büro und fahre den Computer hoch, um mit der eigentlichen Arbeit, dem Ausarbeiten von Projekten und Kundenanliegen gerecht zu werden. Die geistige Anspannung dabei ist oftmals hoch und nervenaufreibend, da sehr viele verschiedene Interessen, im Fortgang der Arbeit unter einen Hut gebracht werden müssen.

Die Freude nach getaner Arbeit ist jeweils gross, wenn an manchen Tagen am Feierabend die sportliche Tätigkeit als Ausgleich zum beruflichen Umfeld winkt. Als Leiter des Männerturnvereins beschäftige ich mich mit Vorliebe zu Themen für ein gesundes und nachhaltiges Umsetzen von Bewegungsmustern im Turnunterricht. Einmal ein Konzept oder eine Idee für eine abwechslungsreiche Stunde vorbereitet, freue ich mich stets, diese in meinen Leiterstunden vor den Mitturnenden präsentieren zu dürfen.

Wie oft trainierst Du und wie sieht Dein Trainingsplan aus?

Meine Trainingsintensivität ist unregelmässig. Das Pilates-Training absolviere ich aber pro Woche in gut 3-4 Std. zeitlicher Belastung. Kommen in der fraglichen Zeit noch zusätzliche Leiterstunden hinzu, so verdoppelt sich das Pensum, sei es um ein Programm oder eine neue Idee für das Training einzustudieren.

Bei wem hast Du Pilates gelernt bzw. wie bist Du Pilatestrainer geworden?

Mein Weg zu Pilates erfolgte rein zufällig, als ich vor sechs Jahren vom ortsansässigen Männerturnverein in die Turnleitung berufen wurde. Zu dieser Zeit noch ein absoluter „Nobody“ und kaum vertraut, wie eine abwechslungsreiche Turnstunde gestaltet werden soll, habe ich mir intensiv Gedanken darüber gemacht, was ich für die Männer Neues anbieten könnte. Mein Programm sollte aber unbedingt eine Praktik beinhalten, worin die Möglichkeit bestand, vor allem die Beweglichkeit, mit gleichzeitiger Kräftigung im fortschreitenden Alter der Männer zu fördern und weiter zu verbessern. So stiess ich schon bald einmal auf die Pilates-Methode und belegte erst einmal einen Schnupperkurs.

Schon nach kurzer Zeit spürte ich, dass diese einzigartige Trainingsmethode viel mehr in sich birgt, als zu Beginn angenommen und ich buchte sogleich ein Jahresabonnement für ein regelmässiges, wöchentliches Training. Fest in der Überzeugung, was mir etwas nützt, kann auch meinen Männern im Verein nicht schaden und versuchte bald einmal erste Lektionen an die Männer im Turnverein zu bringen. In praktischer Hinsicht, spürte ich sogleich, dass es nicht ausreichen würde, ohne Aus- und Weiterbildung kompetent zu unterrichten. So fasste ich den Entschluss mir im Ausbildungsinstitut „BodyMindSpirit“ in Zürich und nun beim Institut „art of motion“, in Bern das nötige Rüstzeug für das Lehren der Pilates-Methode anzueignen.

Noch immer bin ich damit beschäftigt, mehr Wissens-wertes über Pilates zu erfahren, um mich im Training weiter zu verbessern und um das verbale und taktile Anleiten immer wieder erneut zu üben.

Wie kam die Idee, ein eigenes Pilates Studio zu eröffnen?

Meine aktuelle Pilates-Instruktorin Miriam Tomes vom Studio „pilates & more“ in Elgg hat grosse Verdienste daran und ich bin ihr ewig dankbar, dass sie mich über die Jahre stets in meinem Vorhaben unterstützt hat. Sie ist es auch, die mich ermunterte, nach den zahlreichen Aus- und Weiterbildungen, endlich den Schritt in die Eigenständigkeit zu wagen. Das war natürlich leichter gesagt als getan. Die Frage beschäftigte mich lange „Wie bringe ich Beruf, Familie und Verein unter einen gemeinsamen Nenner“, um nach Feierabend noch Pilates-Lektionen zu erteilen? Aber der Reiz für dieses Unterfangen bestand eigentlich schon seit längerer Zeit und so machte ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Lokalität in der eigenen Wohngemeinde.

Diesen Raum wollte ich zudem nur für diejenige Zeit, an denen ich effektiv Pilates-Lektionen erteile buchen und nicht einfach für eine unbefristete Zeit. So wurde ich schon bald fündig und nun ging es an das aktive Anwerben von geeigneten und interessierten Klienten. Zu Beginn mochte ich erst einmal, mir bekannte Menschen unterrichten. Schon bald nach Bekanntwerden meiner „Feierabend-Aktivität“ wollten weitere Interessierte bei meinen Lektionen mitmachen, wenn auch unregelmässig. Das Interesse scheint weiterhin intakt zu sein, sind es mittlerweile
8-10 TeilnehmerInnen pro ausgeschriebene Lektion, welche ich aktuell unterrichte.

Welche ist Deine Lieblings-Übung und warum?

Eine eigentliche Lieblings-Übung gibt es bei nicht, vielmehr sprechen mich die Abwechslung und die Vielseitigkeit an, die ich in den einzelnen Lektionen an die Frau, oder an den Mann bringen möchte. Wenn man schon von einer bevorzugten Praktik spricht, dann ist es für mich Pilates FlowTonic. Mit den runden Pads lassen sich so viele, weiche, elegante und runde Bewegungsvariationen ausführen. Zudem fördert es die Beweglichkeit ungemein und wirkt der Verkürzung der Muskulatur nachhaltig entgegen.

Worin liegt der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Ausführen von Pilates?

Die Männer lieben eher die kräfteerfordernden und athletischen Übungsvariationen. Bei den Frauen stehen die anmutigen, weichen und runden Bewegungsvariationen, sprich „Pilates-Flow“ eher im Vordergrund, worin sie es verstehen, ihren eigenen Körper gezielt einzusetzen, um die anspruchsvollen Übungen in der absoluten Vollendung und gekonnt auszuführen. Zugegebenermassen bewege ich mich ebenfalls in bevorzugter Weise bei den weiblichen Vorlieben. Das erklärt vielleicht auch den Umstand, dass ich ausserhalb des Vereins hauptsächlich Frauen in meinen Lektionen unterrichte.

Dein schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit den Schülern?

Wenn eine Teilnehmerin, ein Teilnehmer mit der Bemerkung zu mir kommt, dass sie anderntags ein komplett anderes Körpergefühl verspürten und leicht beschwingt den neuen Tag begrüssen konnten, ist es wohl das schönste Geschenk, was man als Pilates-Lehrer erfahren kann. Aber auch die unzähligen leuchtenden Augen all der zufriedenen und glücklichen TeilnehmerInnen am Schluss der Lektion sind wohl die Triebfeder für mein weiteres und inspirierendes Schaffen.

Wie wichtig ist der Glaube an Dich selbst für Dich persönlich und Deinen Job?
Wie schaffst Du es den Glauben an Dich aufrecht zu erhalten?

Stecke dir für dein persönliches Vorankommen stets kleine Ziele, gehe deinen Weg beharrlich und lasse dich nicht von anderen unterkriegen. Verschliesse dich aber nicht gänzlich von Meinungen und Ansichten anderer Menschen. Immer nach dem Motto „Mein Weg ist das Ziel“.

Wie ernährst Du Dich?

Meine Ernährung besteht aus einer möglichst vielseitigen und ausgewogenen Ernährung. Wobei ich darauf achte, stets frisches Gemüse oder Salat, fettarm und wenig Fleisch auf dem Teller zu haben.

Was ist Dein Lieblingsgericht?

Eine eigentliche Vorliebe für ein gewisses Gericht habe ich eigentlich nicht, aber die chinesische Küche hat es mir ganz Besonders angetan und ist ein Grund mehr, solche Gerichte wieder einmal auswärts geniessen zu dürfen.

Was sind Deine Tipps um fit und glücklich zu bleiben?

Gestalte deinen Tag möglichst vielseitig und abwechslungsreich, streue Gelegenheiten ein, wo du dich regelmässig und polysportiv bewegen kannst, und suche den Kontakt zu gleichgesinnten Mitmenschen.

Wie bewältigst Du Deinen vollgepackten Alltag? Was tust Du, um zu entspannen?

Wichtig dabei ist, dass man nebst der beruflichen Belastung einen regelmässigen Aus-gleich pflegt, woran man arbeitet, um dem Körper und Geist die Möglichkeit für eine Regeneration zu geben. Zwischenzeitlich auch einmal gar nichts zu tun und an einem freien Tag ausschlafen oder sich einfach in ein spannendes Buch zu vertiefen.

Hast Du einen Leitspruch oder Zitat?

Verlange von den Anderen nie eine grössere Leistung, als du je bereit bist, selbst zu erbringen!

 

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