Trainer des Monats – Interview mit Jürgen Lilge “Pilates Zentrum Hannover”

Nov 3 '13

Trainer des Monats – Interview mit Jürgen Lilge “Pilates Zentrum Hannover”

 

Bitte stelle Dich vor – Wer bist Du und was machst Du?
Mein Name ist Jürgen Lilge, ich bin in Wolfsburg geboren. Im Alter von acht Jahren startete ich mit Judo (japanische Kampfsportart) und war bis vierzehn Jahren in der Judo Nationalmannschaft. Mit fünfzehn begann ich mit dem Krafttraining, anschließend mit einundzwanzig fing ich parallel mit Thai Boxen und klassischem Boxen an. Im klassischen Boxen startete ich in der zweiten Bundesliga. Seit 2005 unterrichte ich Pilates in meinem Studio, Pilates Zentrum Hannover.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Dir aus?
Jeden Morgen nach einem Caffe Latte beginnt der Unterricht im Pilates und im Thai Box Studio: Pilates Einzelstunden, Boxen und Tai Boxen. Vor der Mittagspause laufe ich mit meinem Hund und anschließend weiter im Wechsel: Pilates – Boxen – Tai Boxen bis spät in den Abend. Die Wochenenden versuche ich für mich frei zu halten.

Wie oft trainierst Du und wie sieht Dein Trainingsplan aus?
Mit dem Eigentraining und Laufen mit meinem Hund Oskar sind es insgesamt ca. drei Stunden täglich.

Wo / bei wem hast Du Pilates gelernt bzw. wie bist Du Pilatestrainer geworden?
Ich habe lange nach einem Fundament für alle Sportarten gesucht – den habe ich im Pilates gefunden. Meine Ausbildung habe ich im Pilates Zentrum Berlin – dem Ausbildungszentrum von Peak Pilates, bei Eduardo Laranjeira und Kelly Moriarty begonnen und absolviert. Durch regelmäßige Fortbildungen mit Michael Fritzke und Ton Voogt erweitere ich mein Wissen und meine Fähigkeiten immer weiter.

Wie kam die Idee, ein eigenes Pilates Studio zu eröffnen?
In Hannover gab es zu dem Zeitpunkt noch kein Pilates Studio also entschied ich mich eins zu eröffnen.

Welche ist Deine Lieblings-Übung und warum?
Ich weiß gar nicht mit welcher ich beginnen soll! Alle Übungen auf dem Wunda Chair sind super! Es gibt nichts was ein körperliches Bewusstsein so positiv verändert wie Pilates. Das Endergebnis von Pilates ist, wenn man es will, die körperliche Perfektion eines Profiturners. Es gibt jedoch keine Übungen die für jeden gleich geeignet sind – deshalb hat Joseph Pilates auch keine Gruppen unterrichtet, so wie man es heute leider viel zu oft vorfindet. Pilates ist nicht so einfach zu erlernen. Man braucht wirklich viel Geduld und Ausdauer um jede einzelne Übung perfekt zu können.

Die Übung muss auf den Trainierenden ganz persönlich zugeschnitten sein, so zu sagen „Maßgeschneidert“.  Ich baue meine Übungen wie ein Baukastensystem nach meinem eigenen Prinzip auf – je nachdem was der Mensch braucht. Er muss es können und verstehen und nicht nur die auswendig gelernte Reinfolge rauf und runter turnen. Man braucht als Trainer ein sehr gutes Gefühl um zu sehen wo die Fehler im Ablauf liegen um Pilates unterrichten zu können.

„Leben ohne zu bedauern!"

„Leben ohne zu bedauern!”

Worin liegt der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Ausführen von Pilates?
Es gibt in dem Sinne keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Es ist immer typbezogen und hängt von den körperlichen Voraussetzungen desjenigen ab.

Dein schönstes / außergewöhnlichstes Erlebnis im Zusammenhang mit den Schülern?
Es ist einfach jemanden etwas beizubringen der körperlich fit und gesund ist. Für mich ist es ein schönes Gefühl den Leuten was beizubringen die vorerst gesagt haben „das schaffe ich nie!“.  Solche Menschen soweit zu motivieren, dass sie nach der 10 Stunde ein sauberes Roll Up ohne Schwung schaffen oder einen Schmerzpatienten zu erleben der plötzlich schmerzfrei durch die Tür spaziert – das sind für mich die besonderen Momente.


Wie wichtig ist der Glaube an Dich selbst für Dich persönlich und Deinen Job?
Sehr wichtig – ich bin überzeugt von dem was ich tue. Ich bin kein Schauspieler.
Die Ehrlichkeit zu sich selbst ist mir unglaublich wichtig.

Wie schaffst Du es den Glauben an Dich aufrecht zu erhalten?
Besonders männliche Kunden denken, Pilates ist weiblich. Wenn sie aber sehen wie ich Pilates praktiziere, sind sie begeistert. Mein Körper ist Wissbegierig – mit jeder Bewegung, mit jeder Verdrehung entdecke ich etwas Neues. Die Liebe zum Detail und die Liebe zum Sport helfen mir dabei nie auszulernen.

Wie ernährst Du Dich?
Gut, seit 4 Jahren bin ich Vegetarier. Das hat sich nach und nach so ergeben – ich habe noch nie viel Fleisch gegessen und konnte irgendwann ganz darauf verzichten ohne Fleischgerichte zu vermissen. Tierfreund, aber kein Weltverbesserer – die Entscheidungen die ich treffe sind ganz alleine nur für mich.

Was sind Deine Tipps um fit und glücklich zu bleiben?
Glück liegt im Sinne des Betrachters – wenn jemand auf eine Modeleisenbahn steht – soll er sich eine Modeleisenbahn kaufen. Jeder soll das machen worauf er Lust hat. Sport hält Körper und Geist jung. Ich bin verrückt nach Sport – das macht mich glücklich!

Hast Du einen Leitspruch oder Zitat?
Für Pilates: „Man muss es fühlen um es zu verstehen!“

Mein Lebensmotto: „Leben ohne zu bedauern!“

 

In der Galerie finden Sie Bilder von unserem Fotoshooting bei Jürgen Lilge

www.pilateszentrum-hannover.de

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