Trainerin des Monats – Ina Mochalina “Pilates Riga”

Apr 2 '14

Trainerin des Monats – Ina Mochalina “Pilates Riga”

Bitte stelle Dich vor – Wer bist Du und was machst Du?
Mein Name ist Ina Mochalina ich bin Inhaberin des Pilates Studios in Riga, Lettland. Unter der Woche stehe ich gegen 5:30 und 6:00 Uhr morgens auf, laufe 30 – 40 Minuten mit meinem Hund, frühstücke ordentlich und das Wichtigste: Ich nehme mir richtig Zeit für meine Frisur! Um 8:00 beginnen bereits die ersten Trainingsstunden. Durchschnittlich unterrichte ich 6 – 10 Stunden täglich. Mit Pausen dazwischen verbringe ich somit manchmal bis zu 12 Stunden im Studio. Mein Mittagsessen bringe ich meistens von Zuhause mit und trinke den ganzen Tag Yogi Tee aus meiner überdimensional-großen Lieblingstasse. Manche Klientinnen sagen mir ironisch nach, dass meine Ernährung nur aus dem Tee besteht und bringen mir deshalb immer wieder Leckereien mit (Nüsse, Trockenfrüchte), aber auch kleine Kalorienbomben wie Schokolade und Macarons.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Dir aus?
Jeden Tag freue ich mich auf ein Feierabendspaziergang mit meinen Hund im Wald (direkt vor der Haustür). Das hilft mir zu entspannen und neue Energie zu tanken. Danach folgt ein leichtes Abendessen und ab und zu ein schönes Glas Wein. Wenn die Zeit es erlaubt, genieße ich ein paar gemütliche Stunden am Abend mit meinen Freunden (meistens klappt es nur via Internet, aber immerhin). Im Sommer fahre ich abends noch zum Meer – das ist glücklicherweise alles in der Nähe.

Wie oft trainierst Du und wie sieht Dein Trainingsplan aus?
Ich selbst trainiere zwei Mal in der Woche mit einer Gruppe und trainiere für mich selbst am Wochenende ebenfalls zwei Mal. Manchmal, wenn unter der Woche eine Stunde ausfällt – dann nutze ich die Zeit auch für meinen eigenes Training. Ein absolutes Muss ist für mich mein Cardio Training – vier Mal in der Woche ca. 45-60 Minuten. Dazu kommen die regelmäßigen Spaziergänge mit dem Hund.

Wo /bei wem hast Du Pilates gelernt bzw. wie bist Du Pilatestrainerin geworden?
2004 kam Michael King nach Riga. Ein unglaublich charismatischer Mensch, der es geschafft hat, dass ich mich sofort in die Pilates Methode verliebt habe. Bei Michael King habe ich meine erste Pilates Ausbildung gemacht. Daraufhin folgte eine weitere Ausbildung beim Pilates Institute Russia in Moskau. Anschließend besuchte ich die Stradins University (medizinische Universität) und erwarb dort mein Master Fitness Trainer Zertifikat.

Wie kam die Idee, ein eigenes Pilates Studio zu eröffnen?
Am Anfang war Pilates nur mein Hobby und eine gute Abwechslung zu meinen Hauptberuf im Büro. Ich trainierte Freunde und Bekannte, die wiederrum ihre Freunde und Bekannte mitgebracht haben. So gewann Pilates eine immer größere Rolle in meinem Leben. Vor drei Jahren machte mir mein Lebenspartner einen grandiosen Vorschlag: ein gemeinsames Studio zu eröffnen – ich bin bis heute unendlich froh, dass er mich unterstützt hat und gesehen hat, wie viel mir das Pilates und das Training bedeuten. Heute gehört Pilates zu meinem Hauptberuf und ich bräuchte eigentlich mehr Zeit und Raum um alle Kunden betreuen zu können.

Welche ist Deine Lieblings-Übung und warum?
Für die Klienten ist das „the hundred“, weil sie bei dieser Übung direkt merken, wofür sie zu mir gekommen sind. Die vielen Modifikationsmöglichkeiten erlauben eine perfekte Anpassung für jeden Typ und für jeden Level. Für mich persönlich ist das der „Teaser“ – das ist die Balance zwischen Kraft und Beweglichkeit. Und der Teaser in Bewegung ist für mich wie ein Tanz auf dem Gipfel einer Welle.

Worin liegt der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Ausführen von Pilates?
Die Gründe warum Frauen und Männer mein Studio aufsuchen sind unterschiedlich: Die Frauen kommen, weil Pilates gerade im Trend ist, oder weil sie sich eine „Figur“ antrainieren wollen, oder weil der Sommer vor der Tür steht… Männer suchen mein Studio meistens auf, wenn sie bereits ein gesundheitliches Problem haben. Und das ist natürlich eine ganz andere Motivation die dahinter steckt. Die Erfolgserlebnisse, die wir gemeinsam erzielt haben, sind bei beiden Geschlechtern relativ gleich.

Dein schönstes/außergewöhnlichstes Erlebnis im Zusammenhang mit den Schülern?
Alle außergewöhnliche Erlebnisse sind mit gesundheitlichen Verbesserungen meiner Klienten verbunden – das ist wirklich unglaublich! Das ist der wahre Sinn meines Lebens und meine Freude. Aber vielleicht kann ich das an diesem Beispiel vor 3 Jahren noch verdeutlichen: Eine 69 Jährige Dame, die bereits 5 Jahre meine Klientin war, beschloss zum ersten Mal in ihrem Leben einen Ski-Urlaub in den Bergen zu machen. Sie buchte sich einen Ski Trainer, übte einen Tag lang. Am nächsten Tag fragte Sie der Ski Lehrer: Wie geht es Ihnen? Haben Sie heute überall Schmerzen? Die Klienten: Nein, mir tut nichts weh. Und der Ski Trainer wieder: Ihre Beine? Ihr Rücken? Die Klientin: Nein, überhaupt nichts! Nun fährt Sie jeden Winter Ski und ich würde mich nicht wundern, wenn Sie demnächst mit Surfing anfängt.

Wie wichtig ist der Glaube an Dich selbst für Dich persönlich und Deinen Job?
Für meinen Trainer-Beruf habe ich mich als ein erwachsener Mensch, als komplett ausgereifte Persönlichkeit bewusst entschieden. Ich war ein sehr unsportliches Kind – übergewichtig und mit starken Haltungsschäden (Schmerzen und Skoliose). Ich habe meine Probleme bewältigt und helfe nun jeden Tag anderen Ihre zu bewältigen. Jeden Tag gewinne ich noch mehr an Erfahrung und diese Erfahrung verleiht mir Selbstsicherheit. Ich weiss, dass wenn man nichts macht – dann wird auch nichts passieren. Wunder gibt es nicht und das versuche ich immer wieder aufs Neue meinen Klienten und Studenten zu vermitteln.

Ich formuliere das so:

1) Es gibt eine Methode – die heißt Pilates
2) Es gibt einen Trainer – das bin ich
3) Es gibt Leistung/Arbeit – das bist Du

Und wenn alle drei Punkte funktionieren – dann geschieht so etwas wie ein Wunder!

Was sind Deine Tipps um fit und glücklich zu bleiben?
Wache immer auf mit einem Lächeln. Schlafe ein mit Dankbarkeit.

Hast Du einen Leitspruch oder Zitat?
Do what you love, Love what you do!

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